Jubiläumskonzert Rüthi 2.5.2026
Maiandacht Bergatreute 10.5.2026
Rüthi befindet sich in der Region Rheintal im Kanton St. Gallen am Fuße des Berges Hoher
Kasten.
2003 wurde zwischen den Gemeinden Rüthi und Wolfegg eine Partnerschaft geschlossen,
die intensiv gepflegt wird. So besuchen regelmäßig Abordnungen der Chöre aus Rüthi und
Alttann ihre Jahreskonzerte. Höhepunkte waren u. a. ein internationales
Männerchorkonzert im Rittersaal des Schlosses Wolfegg, zusammen mit dem Chor „Musica
viva“ aus Colico, einer weiteren, seit 1986, Partnergemeinde Wolfeggs in Oberitalien am
Comersee. 2015 durfte der Männerchor Alttann den Festgottesdienst in Rüthi im Rahmen
der Fahnenweihe mitgestalten.
Der Männerchor Rüthi feierte nun sein 130-jähriges Bestehen. Für den Jubiläumsabend
wurden auch die Alttanner Sänger eingeladen, am Programm mitzuwirken.
Den ersten Teil der „Unterhaltung“, wie die Schweizer es nennen, wurde vom heimischen
Chor gestaltet. Nach Auftakt durch ein Posaunenquartett konnte er, teilweise unterstützt
von Klavier, Violine und Schlagzeug voll überzeugen. Verstärkung hatte der Chor u. a. von
einem Tenor- und einem Baritonsolisten sowie einem Jodler.
Auch den zweiten Teil des Abends leitete das Posaunenquartett ein. Nach diversen
Ansprachen und Ehrungen trat Karl Motz, Vorsitzender des Männerchores Liederkranz
Alttann für eine kurzes Grußwort an das Mikrofon. Er erinnerte an die oben beschriebenen
herzlichen Zusammenkünfte, bedankte sich für die Einladung zu diesem Fest und
überreichte ein Gastgeschenk.
Mit Chorleiter Peter Schad und Franz Ott am Piano präsentierten wir „Va pensiero“, den
„Lagunenwalzer“ und „Jenseits von Eden“. Nach ausgiebigem Beifall durfte sich das
Publikum noch über „Wir sind der schönste Chor der Welt“ freuen.
Den Rest des Abends gestalteten dann wieder die einheimischen Sänger. Es war ein toller
Abend mit feinstem Männerchorgesang, aufgewertet noch von Violine und Blechbläser.
Bilder: R.Jäger
Im Bus auf der späten Heimreise wurde dann noch Solist Kuno Reichle mit einem
Geburtstagsständchen überrascht.
Auf der Anreise nach Rüthi machten wir einen Abstecher nach Dornbirn, um von dort mit
der Seilbahn auf den „Karren“ hinaufzufahren. Das Betreten des 12 m langen Steges, der
Aussichtsplattform, bescherte „im Nichts stehend“ einen imposanten Rundblick über die
Weiten des Rheintales, den Bodensee und das Vorarlberger Oberland. Nach diesem
Augenschmaus nahmen wir gemeinsam im Panoramarestaurant das Mittagessen ein. Gut
gestärkt und nach einem kurzen Spaziergang ging es weiter Richtung Schweiz zum
eigentlichen Tagesziel.
Einen weiteren Auftritt hatten wir in Bergatreute. Wir wurden eingeladen, die Maiandacht
am Muttertag musikalisch mitzugestalten.
Martin Heine, in Vertretung von Pfarrer Stegmaier, war sichtlich angetan, ein „volles Haus“
begrüßen zu können. In seinen Ausführungen beschäftigte er sich mit den Themen „Wer
war Maria“ und „Was sagt uns Maria heute“. Die Sprechrolle der Maria übernahm die
Lektorin Jutta Gaidzik.
Chorleiter Peter Schad hat ein Programm mit internationalen Marienliedern
zusammengestellt (Maria Maienkönigin, Ave Maria, Dios te salve Maria, Wenn ich ein
Glöcklein wär, Herr deine Güte). Voll überzeugt hat Solist Johannes Oßwald mit Leonhard
Cohens Song „Halleluja“. Mit dem e-Piano begleitete Franz Ott den Chor und die beiden
gemeinsam mit der Gemeinde gesungenen Lieder.
Martin Heine bedankte sich für den vom Chor gebotenen Ohrenschmaus zum Muttertag
und für den Chor gab es reichlich Beifall. Ja, es hat einfach Spaß gemacht, in der schönen
Wallfahrtskirche mit ihrer tollen Akustik zu singen.
Zum Schluss der Andacht sang die Gemeinde noch das Bergatreuter Wallfahrtslied.
Das sonst übliche Platzkonzert war wetterbedingt nicht möglich, so gab es noch in der
Kirche zwei Zugaben. NU
Kleine Dorfmusik in Wolfegg 19. Juli 2026
Nach dem Festwochenende mit Colico fanden wir uns eine Woche später schon wieder in Wolfegg
ein. Die Gemeinde veranstaltet auch dieses Jahr im Sommer die beliebte Konzertreihe „Die kleine
Dorfmusik“, zu der wir gerne unseren Beitrag leisten.
Regnet es, oder knallt die Sonne herunter? Egal, wir bevorzugen schon aus rein akustischen
Gründen die Orangerie. Auch gut 125 Besucher dachten so und füllen den Raum bis auf den letzten
Platz. Die Voraussetzungen für ein gutes Konzert waren gegeben. Leider war der Chor relativ klein,
etliche Kollegen fehlten wegen Krankheit oder Urlaub.
Auch unser Moderator Josef Matheis musste passen. Aber für unseren Chorleiter Peter ist das kein
Problem und kurzerhand moderiert er selber.
Mit seinem trockenen Humor und Witzen mit viel Bauernschläue hat er das Publikum bestens
unterhalten. Und gesungen wurde natürlich auch.
Gleich mit dem ersten Lied weisen wir auf unsere Schönheit hin und im Folgenden heben wir die
Vorzüge der Männer allgemein hervor. Nach zwei italienischen Liedern läuten wir den Sonntag
herbei und mit „Jenseits von Eden“ wird es vor der Pause noch besinnlich.
Nach der Pause treffen wir auf Jasmina, die vielleicht auch griechischen Wein trinkt. Dann wird es
rasant, mit „Diese flotte Melodie“ findet sich ein neues Lied im Repertoire.
Drei Solisten (Johannes, Bruno und Kuno) luden mit ihren Vorträgen das Publikum ein, den Refrain
in der kleinen Kneipe mitzusingen. Mit Hinblick auf die Weltlage mit ihren vielen Kriegen setzen wir
einen Kontrapunkt mit der Europahymne „Freude schöner Götterfunken“ von Schiller/Beethoven.
Das Konzert wurde wie immer souverän von Franz Ott am e-piano begleitet, was den einzelnen
Vorträgen den nötigen Halt gibt.
Für die Zugabe hat sich Peter was ganz Besonderes ausgedacht. Viele im Raum kannten das aus
früheren Zeiten, haben es vielleicht selbst erlebt: „Wir sind alles kleine Sünderlein“. Auch hier
sorgte das Publikum für eine große Klangfülle im Raum.
Und es geizte auch nicht mit Beifall und zeigte so, dass wir ihnen tolle 90 Minuten geboten hatten.
Und dann ging es auch ohne das Bierlied schnurstracks in den Biergarten der Post, um die
trockenen Kehlen durchzuspülen.
Das war ein schöner Sonntagnachmittag mit einem hochzufriedenen Publikum und das eine oder
andere „Kleine Blonde“ im Schatten der Kastanienbäume. NU